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Zeichen für ein gutes Miteinander - erstes Pfingstfest – Friedensfest in der Innenstadt von Recklinghausen

KIRCHENKREIS Mit einem sehr gut besuchten Fest auf dem Kirchplatz vor St. Peter in der Innenstadt Recklinghausen am Pfingstsonntag sorgten die Stadt Recklinghausen, Parteien, Gewerkschaften, Religionsgemeinschaften, christlichen Kirchen, Schulen, Initiativen und das Kinder- und Jugendparlament der Stadt Recklinghausen für ein lebendig, friedvolles Miteinander.
Zeichen für ein gutes Miteinander - erstes Pfingstfest – Friedensfest in der Innenstadt von Recklinghausen

Aktion "Friedensnetz"

Auf der Bühne wurden dem Publikum Lesungen, Ansprachen, zahlreichen Musikbeiträgen und Aktionen zum Mitmachen geboten. Anlass der Veranstaltung, die auf dem Kirchplatz für eine starke Resonanz an Besucherinnen und Besuchern bis zum Schluss sorgte, war die Erwartung eines rechtspopulistischen Aufmarsches in der Innenstadt, der jedoch zahlenmäßig sehr gering ausfiel.

Zu dem “Fest für ein friedvolles Miteinander“ hatte der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche aufgerufen, der die Anwesenden in seiner Ansprache mit dem Wort „Frieden“ übersetzt in der Sprache aller Partnerstädte der Stadt begrüßte. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften eröffneten die Veranstaltung mit einem gemeinsam entwickelten Programm. Zu Anfang war das Geläut von St. Peter, St. Paul, der Gustav-Adolf-Kirche und der Christuskirche zu hören.

Pfarrer Christian Siebold (Gemeindeverband Recklinghausen) machte in seiner Ansprache auf den Beginn problematischer gesellschaftlicher Entwicklungen aufmerksam, die sich bereits im Kleinen zeigten und zum Bösen führten. Pfarrer Dr. Hans Hubbertz (Industrie- und Sozialpfarramt) warnte vor der Stimmungsmache gegen Andersdenkende, Rassismus, Antiislamismus und Antisemitismus und lud ein, auf dem Platz ein Friedensnetz zu knüpfen. Um 16 h beendete das Kinder- und Jugendparlament das Fest mit einem Luftballon-Flashmob.

Wir dokumentieren die Kurzansprachen von Pfr. Christian Siebold und Pfr. Dr. Hans Hubbertz als pdfs.

Text: hh/Bild: Michael Wiese

Die Notfallseelsorge bietet einen neuen Kurs an

KIRCHENKREIS In über 100 Einsätzen im Jahr 2017 haben Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger Menschen im Kreis Recklinghausen und in Bottrop in Krisensituationen zur Seite gestanden. Hilfe zur Selbsthilfe, Menschen wieder handlungsfähig machen – das ist kennzeichnend für diese Arbeit. Aber auch: Abschied nehmen können von verstorbenen Kindern oder Erwachsenen, von Menschen, die von jetzt auf gleich nicht mehr Teil des engsten Umfeldes sind.
Die Notfallseelsorge bietet einen neuen Kurs an

Logo der Notfallseelsorge Westfalen

Vor sechs Jahren ist das ganze System der Notfallseelsorge im Kreis Recklinghausen und in Bottrop auf eine breitere Basis gestellt worden. Es gibt 4 Bezirke, die eng zusammenarbeiten: Marl/Haltern, Recklinghausen/Herten, Ostvest (mit Datteln, Oer-Erkenschwick, Waltrop) und Gladbeck/Dosten/Bottrop.  

Um weiterhin ein verlässliches Begleitungsangebot machen zu können, braucht die Notfallseelsorge Verstärkung und sucht weitere ehrenamtliche Mitarbeitende. Genauer:

- Menschen, die eine sinnvolle Herausforderung suchen und sich engagieren wollen

- Menschen, die sich auf die seelische Not anderer einlassen können

- Menschen, die bereit sind, Zeit zur Verfügung zu stellen

Gesucht werden interessierte Frauen und Männer, ab ca. 30 Jahre, belastbar und mit Lebenserfahrung, die bereit sind, sich für die „Erste Hilfe für die Seele“ schulen zu lassen und in der Rufbereitschaft der Notfallseelsorge mitzuarbeiten.

Es wird eine qualifizierte Ausbildung angeboten, die alle wesentlichen Aspekte des Betätigungsfeldes der Notfallseelsorge umfasst. Der neue Kurs startet am Dienstag 18.09.2018 um 18.00 in Recklinghausen. 

An der Mitarbeit in der Notfallseelsorge Interessierte können sich melden bei:

Pfarrer Ingo Janzen Tel. 0160/8249024, Mail: Ingo.Janzen@kk-ekvw.de

Pastoralreferent Peter Bromkamp Tel.: 02363/975391, Mail: p.bromkamp@kinderklinik-datteln.de

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. Bei einer höheren Anzahl von Interessierten wird eine Vermittlung zu anderen Kursen und eine Warteliste eingerichtet.

 

Ausbildungskurs NFS 2018/2019  Bereich Recklinghausen/Bottrop

Kursplan 2018/2019

Datum

Beginn

Thema

Referent/

Verantwortlich

18.09.

18.00

Einführung in den Lehrgang (1) (Ingo)

Selbstverständnis der NFS  (1)   (Peter) 
Rechtliche Rahmenbedingungen (11)  (Bernd Kersken)

Alle

25.09.

18.00

Einführung in die Stresstheorie und Psychotraumatologie (2)

Bernd Kersken

09.10.

18.00

Struktur einer Intervention (8) 
Häufige Einsatzindikationen: „Häuslicher Todesfall“ (8)

Uwe Heubach 
Ralf Radix

30.10.

18.00

Struktur einer Intervention (8) 
Überbringung einer Todesnachricht

Ingo Janzen

06.11.

18.00

Kultur und Religion (4)

Theodizeefrage und Riten

Peter Bromkamp

13.11.

18.00

Worte und Rituale in der NFS (8)

Peter Bromkamp

20.11.

18.00

Kultur und Religion (4) 
Umgang mit anderen Religionen (Islam)

Ingo Janzen

24.11. 
Samstag

10.00 – 15.00

Kommunikationstraining (7)

Annette Füting

Frank Füting

27.11.

18.00

Übung: Filmanalyse

Ingo Janzen

04.12.

18.00

Suizid (5)

Ingo Janzen 
und NN

11.12.

18.00

Psychohygiene (10)

Peter Bromkamp

18.12.

18.00

Besondere Zielgruppen (9)

Umgang mit Kindern

Harald Karutz

08.01.

18.00

Plötzlicher Kindstod – medizinische Grundlagen 
psychosoziale Betreuung Betroffener (8)

NN Kinderklinik

12.01. 
Samstag

11.00 – 16.00

Größere Einsatzlagen (8)

Ingo Janzen 
Peter Bromkamp 
Uwe Heubach

15.01.

18.00

Organisationsstrukturen der PSNV (3) 
Teamleitungen stellen sich vor

Ingo Janzen 
Peter Bromkamp

22.01.

18.00

Organisationsstrukturen der BOS

Robert Gurk

23.01. – 20.02.

 

Fahrten auf dem RTW

Nach Absprache

29.01.

18.00

Demenz

Cirsten Schuhmacher 

05.02.

18.00

Abschlussgespräch / Gemütlicher Ausklang

 

23.02.

18.00

Beauftragungsfeier

 

 

Rahmendaten:

Die Treffen sind üblicherweise Dienstags von 18.00 – 21.30 Uhr 
Ort der Schulung: Pfarrheim St. Michael Recklinghausen 

Anmeldungen bis 15.06.

Koordination des Kurses: 
Ingo Janzen 
Peter Bromkamp 
Uwe Heubach

Träger: NFS Bistum Münster, NFS Kreisdekanat Recklinghausen, NFS Ev. Kirchenkreis Recklinghausen, NFS Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten 

 

 

 

Das Alte Testament als Klangraum des evangelischen Gottesdienstes

Auf der letzten Pfarrkonferenz am 7. Mai erläuterte Prof. Dr. em. Jürgen Ebach seine Gedanken zu den Wurzeln des Gottesdienstes im Alten Testament, das auch die Grundlagen für die presbyterial-synodale Struktur der Kirchengemeinden, des Kirchenkreises und der Landeskirche bereithält.
Das Alte Testament als Klangraum des evangelischen Gottesdienstes

Professor Dr. em. Jürgen Ebach bei seinem Vortrag vor der Pfarrkonferenz im Großen Saal des Hauses des Evangelischen Kirchenkreises

 

RECKLINGHAUSEN - Ein lustiger - oder auch listiger? - Spruch fiel Superintendentin Katrin Göckenjan irgendwo an einer Wand in Recklinghausen ins Auge: "Jesus zieht alles". Sie nahm das Wortspiel als Steilvorlage für eine vorgezogene Himmelfahrtsandacht vor dem versammelten Pfarrkollegium und einem bemerkenswerten Gast: Professor Dr. Jürgen Ebach em. aus Bochum. 

Der Erhalt der Vielfalt und der Widersprüchlichkeiten in der Bibel ist dem Alttestamentler Ebach besonders wichtig, wie er an der der Übersetzung des Buches Hiob und Genesis 37-50 für die "Bibel in Gerechter Sprache" gezeigt hat. Er weiß sich darüber hinaus einer besonderen Gemeindennähe verpflichtet.

Sein Vortrag mit dem Titel "Das Alte Testament im Gottesdienst. Mit einem besonderen Blick auf das Amt der PresbyterInnen“ erwies sich als ein hörens- und nachlesenswertes, detailliert biblisch begründetes Plädoyer für ein genaues Überlegen, was da in wessen Namen von wem wie im Gottesdienst gesagt wird auf der Grundlage des Alten Testaments. 

Gegenwärtig gebe es nämlich einerseits den Versuch, „die Rolle des Alten Testaments in der Verkündigung zu stärken“, wie es etwa in der Erprobung der neuen Perikopenordnung vermehrt mit alttestamentlichen Texten versucht werde. Andererseits gebe es aber auch den Versuch, die Rolle des Alten Testaments „in der Bibel zu mindern“, so Ebach mit Blick auf den Erlanger Theologen Notger Slenzka.

„In dieser Gemengelage wollte ich zeigen, dass das Alte Testament in der gottesdienstlichen Sprache nicht nur eine wichtige, ja unverzichtbare Rolle spielt, sondern dass sich der Gottesdienst als ganzer in einem alttestamentlichen Klangraum entfaltet“, sagte Ebach und erklärte grundsätzlich: „Das Neue Testament führt nicht aus dem Alten heraus, es führt vielmehr Menschen aus den Völkern in den Wahrheits- und Klangraum des Alten Testaments und so in den Raum Gottes hinein.“

Den liturgischen Stationen im Gottesdienst nachgehend, erklärte Ebach Schritt für Schritt die entsprechenden alttestamentlichen Bezüge vom Eingangsvotum „Im Namen“ bis zum Segen. 

Zentral für den Gedanken einer Gerechtigkeit, die Gott praktisch zu entsprechen suche, stehe die Kollekte, die unbedingt in ihrer theologischen Bedeutung im Gottesdienst gestärkt werden sollte als „Gabe Gottes, von der ich etwas zurückerstatte“, weil sie mir nicht gehöre, erläuterte Ebach.

Anhand der wichtigen Stelle 4. Mose 11 erläuterte Ebach den engen Zusammenhang zwischen dem Wort Presbyter/in und Priester/in oder Älteste/r bzw. den Alten, die nach biblischem Verständnis allesamt keine Hilfskräfte seien, sondern Geistliche in Wort und Lehre. Damit könne „die Struktur der Gemeinde und der Kirche vor einer hierarchischen Ordnung“ bewahrt werden und ein wichtiges Merkmal der presbyterial-synodalen Verfassung der westfälischen Kirche wieder lebendig werden.

"Jesus zieht alles" - das Wortspiel ließ am Ende offen, ob dieser denn "von ganz oben runter" sieht oder zieht (z.B. 1. Kor 23) oder "von ganz unten rauf" (Philipper 2, 5-11). In der Zusammenschau beider Perspektiven aber entfaltet sich erst der ganze Klangraum dieser Vision, von Gemeinde und Dienst, die einige lieb gewordene Hierarchien in Frage stellt - vor allem die parochial-episkopale. GH

Ebachs Vortrag greift zurück auf das 2016 im Gütersloher Verlagshaus erschienene Buch: Jürgen Ebach, Das Alte Testament als Klangraum des evangelischen Gottesdienstes.

Entpflichtung: "Was du getan hast, bleibt auf Dauer"

Pfarrer Günter Johnsdorf wurde nach 37 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet
Entpflichtung: "Was du getan hast, bleibt auf Dauer"

Pfarrer Günter Johnsdorf (Mitte re.) neben Superintendentin Katrin Göckenjan, (r.) Dr. Ulrike Preuß, Pfarrerin i.R. Margarete Laarmann, Bürgermeister Christoph Tesche, (v.l.) Ulrike Heibutzki, Pfr. Karl Henschel

 

RECKLINGHAUSEN – Pfarrer Günter Johnsdorf war einer der ersten in der Westfälischen Landeskirche, der neben seiner Gemeindetätigkeit und als Vorsitzender des kreiskirchlichen Finanzausschusses von 2005 bis 2007 eine zweijährige Ausbildung zum Fundraiser bei Lothar Schulz absolvierte. Es war die Hochphase des Reformprozesses „Kirche mit Zukunft“, mit dem auch eine erhebliche Umstellung der kreiskirchlichen Finanzstruktur einherging.

 

Die Frage, was die Kirche aus dem Geld und mit ihm macht, das die Menschen ihr anvertrauen, und wie sie damit effektiv und nachhaltig investieren kann, war Johnsdorf aus biblisch-theologischer Sicht immer wichtig. Er beantwortete sie persönlich mit seiner freundlichen, zugewandten und vertrauensvollen Art, fachlich in Form seiner zuverlässigen und besonnenen Haushalterschaft und theologisch mit dem biblischen Motto auf seiner Einladungskarte: „Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon“ (Lukas 16,9).

 

„Theologischer Ausgangspunkt ist ein biblischer Gedanke: Gott hat die Schöpfung und Geschöpfe reich ausgestattet mit Güte und Gütern. Wir haben Taler und Talente bekommen. Mit ihnen sollen wir wuchern, damit Gottes Reich mitten in dieser Welt weiter wachsen kann“, skizzierte Superintendentin Katrin Göckenjan die Denkfigur, die Johnsdorf in seiner Ansprache mit der biblischen Vision vom „Haus der lebendigen Steine“ unterlegte und damit die Wichtigkeit des vertrauensvollen Umgangs miteinander und des Aufbaus guter menschlicher Beziehungen unterstrich.

 

Aufgrund seiner jahrelangen Erfahrungen im Finanzwesen und mit Hilfe seiner Fundraising-Ausbildung als Strategie der Mittelbeschaffung und des Beziehungsaufbaus gelang es Johnsdorf im Zusammenspiel mit den Beteiligten auf allen Ebenen, die Kirchengemeinden und kreiskirchlichen Dienste professionell und strategisch in den Veränderungsprozessen gut zu beraten und zu begleiten.

 

Segensreich beispielsweise war die Einrichtung eines kreiskirchlichen Baufonds und der Aufbau der kirchlichen Stiftung „ernten und säen“ zusammen mit dem Stiftungsrat unter Vorsitz von Dr. Ulrike Preuß und dem zweiten Vorsitzenden Bürgermeister Christoph Tesche, der es sich nicht hatte nehmen lassen, bei der Verabschiedung dabei zu sein.

 

Mit dem Aufbau der „Arbeitsstelle Fundraising“ als Servicestelle gewann Johnsdorf mehr Handlungsfreiheit, um die vielen Veränderungswünsche aktiv mitgestalten zu können und das Fundraising als Strategie der Mittelbeschaffung und des Beziehungsaufbaus in der Region zu etablieren. Seinen Arbeitsalltag beschrieb Johnsdorf auf seine ruhige Art so: „Menschen gewinnen. Beziehungen pflegen. Spenden einwerben.“

 

„Ich betrachte es als Frucht Deiner Arbeit, dass die Synode einstimmig entschieden hat, diese Arbeit fortzusetzen und weiterzuentwickeln“, würdigte die Superintendentin das Engagement des Theologen - und mit ihr viele andere Weggenossen. Wie etwa Pfarrer Hans-Jörg Federmann, Wegbegleiter und Fundraising-Beauftragter der Landeskirche, der in seinem Grußwort die „Pionierarbeit“ Johnsdorfs in der Region bis in die Landeskirche hervorhob und theologisch unterfütterte: „Was du getan hast, bleibt auf Dauer … Auch ein Zahlschein kann ein Weg der Gerechtigkeit Gottes sein.“

 

Mit einigen persönlichen Bemerkungen beschloss Johnsdorf die Grußworte. „Woran merkt man, dass es Zeit wird, aufzuhören?“, fragte er. Die Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzulassen, sei einfach nicht mehr so ausgeprägt: „Ich habe keine Lust mehr auf die nächste neue Software und ich bin froh, nicht mehr in die Tiefe der Neuen Kaufmännischen Buchhaltung (NKF) einsteigen zu müssen“, bekannte er. Er werde sich nun, so Johnsdorf mit Blick auf seine Frau und seine drei erwachsenen Kinder, für die er als junger Pfarrer seine Arbeit reduziert hatte, „bewusster mit dem Älterwerden auseinandersetzen“. Aus dem Buch „Das Beste kommt noch“ sei ihm die Erkenntnis wichtig, dass er nun bei der großen Gruppe der „jungen, noch aktiven Alten“ angekommen sei. Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, sollte ab sofort nach einem roten VW-Cabrio Ausschau halten. GH

Zuhören lernen - Telefonseelsorge sucht Verstärkung, insbesondere durch Männer

Im November 2018 startet ein neuer Ausbildungskurs mit Schwerpunkt "Zuhören lernen". "Ein guter Zuhörer zu sein, ist eine der wichtigsten und erstaunlichsten Lebenskompetenzen, die der Mensch überhaupt erreichen kann", sagt Telefonseelsorger Stefan Schumacher, Koordinator des europäischen Forschungsprojekts "Listening skills" - ein Trainingskonzept, mit dem man Zuhören lernen kann.
Zuhören lernen - Telefonseelsorge sucht Verstärkung, insbesondere durch Männer

(v.l.) Matthias Mamot und Christa Bischoff leiten stellvertretend die Telefonseelsorge Recklinghausen

 

RECKLINGHAUSEN – "Listening skills" ist ein europäisches Schulungsprogramm, ein Trainingskonzept, mit dem man lernen kann, was das ist: Zuhören. Und dann auch: gute und richtige Fragen stellen. Das scheint keine Selbstverständlichkeit zu sein, wenn Forschungsinstitute aus Deutschland, Niederlande, Ungarn und Italien zusammenarbeiten, um herauszufinden, was zu einem wirklich guten Zuhören gehört.

In der Ausbildung nach dieser neuartigen Methode lernen die Berater*innen, die wichtigsten Grundgefühle ihres Gegenübers zu erkennen und Verständnis zu entwickeln, ohne eigene emotionale Grenzen zu überschreiten. Empathie zu erzeugen ist dafür notwendig. Für einen guten Gesprächsverlauf ist es aber auch wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und die der anderen Person zu respektieren, also weder den eigenen Standpunkt aufzugeben noch wertende Einfluss auf den Gesprächsverlauf zu nehmen. Um Stresssituationen zu vermeiden, müssen kritische Momente im Gesprächsverlauf frühzeitig erkannt werden – auch das gehört zur Ausbildung.

Im November bietet die Telefonseelsorge Recklinghausen auf Basis der „Listening skills“-Methode einen neuen Ausbildungskurs an. Gesucht werden Frauen und insbesondere auch Männer „zwischen 20 und 60“ Jahren, sagt Christa Bischoff, stellvertretende Leiterin der Telefonseelsorge, die bereit sind, für dieses Ziel erst 30 Stunden elektronisch gestütztes Selbstlernen mit Hilfe einer App zu starten, dann 40 Stunden Selbst- und Fremderfahrung in der Ausbildungsgruppe zu absolvieren und schließlich die erlernten Fähigkeiten auf die Praxis zu übertragen und zu vertiefen. Alle Teilnehmenden werden dadurch intensiv auf die Beratungsgespräche am Telefon vorbereitet.

Die Ausbildung ist kostenfrei. Nach der Ausbildung wird aber eine Mitarbeit in der Telefonseelsorge erwartet. Neben Tagschichten gehören auch Nachtschichten dazu, denn die Telefonseelsorge ist jeden Tag rund um die Uhr erreichbar. Durch Fortbildung und Supervision in festen Gruppen sowie Fachvorträge und Fachtagungen zu psychosozialen Themen ist eine weiterführende Qualifikation möglich.

Trotz oder vielmehr: wegen der hohen Anforderungen bringt die Ausbildung vor allem einen persönlichen Gewinn: denn durch die Zertifizierung ist eine hohe Qualität garantiert, die Gruppenerfahrung ist erfahrungsgemäß sehr wertvoll, mit zunehmendem Erkenntnis- und Erfahrungsgewinn steigt die eigene Lebensqualität und durch die permanente fachliche Begleitung durch die Supervision ist eine persönliche Entwicklung und fachliche Weiterentwicklung im Blick.

Informationen zur Telefonseelsorge und zur Ausbildung als ehrenamtliche Beraterin oder ehrenamtlicher Berater in der Telefonseelsorge gibt auf Anfrage Leiterin Pfarrerin Gunhild Vestner. Viele Informationen bietet auch die Homepage der Telefonseelsorge. GH

Die Quiz-Gewinner des Ambulanten Hospiz-Dienstes stehen fest

Beim Kulturvolksfest am 1. Mai bot der Info-Stand des Ambulanten Hospiz-Dienstes ein Quiz an. Die Gewinner stehen nun fest.
Die Quiz-Gewinner des Ambulanten Hospiz-Dienstes stehen fest

Anne Althoff-von Roëll ermittelt die Gewinner des Hospiz-Quiz

RECKLINGHAUSEN - Auch in diesem Jahr präsentierte sich der Ambulante Hospizdienst Oer-Erkenschwick mit seinem Info-Stand den zahlreichen Menschen, die am 1. Mai das 72. Kulturvolksfest rund um das Ruhrfestspielhaus in Recklinghausen besuchten.

Viele Menschen interessierten sich für das seit 2016 bestehende Angebot des Hospizdienstes und informierten sich über die Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen.

Als zusätzliches „Schmankerl“ konnten die Besucher an einem Hospiz-Quiz teilnehmen und tolle Preise abräumen. Inzwischen wurden die Gewinner durch die Schirmherrschaft des Ambulanten Hospizdienstes, Frau Anne Althoff-von Roëll, ermittelt.

Der 1. Preis von 2 Eintrittskarten für die Ruhrfestspiele geht an Frau Kerstin Suntrup aus Datteln. Ein Gutschein vom Restaurant S.Presso in Recklinghausen als 2. Preis hat Frau Martina Pohl aus Oer-Erkenschwick gewonnen. Der 3. Preis, ein Bildband, geht nach Dortmund an Frau Petra Schmiering. Herzlichen Glückwunsch! AH

Ludger Joseph Heid referiert zum Thema „Vom ‚Judenstaat‘ zum Staat der Juden“ am Sonntag, 13. Mai um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen

Die Struktur seiner Ausführungen ist im Untertitel seines Vortrags als roter Faden erkennbar: „Das zionistische Projekt: Vom 1. Zionistenkongress, der Balfour-Deklaration, dem UN-Teilungsplan zur Gründung Israels.“ Sein Vortrag liegt zeitlich in unmittelbarer Nähe zur Proklamation des Staates Israel 1948 vor 70 Jahren.
Ludger Joseph Heid referiert zum Thema „Vom ‚Judenstaat‘ zum Staat der Juden“ am Sonntag, 13. Mai um 17 Uhr in der Synagoge in Recklinghausen

Der Referent Dr. Ludger Joseph Heid

 

RECKLINGHAUSEN - Privatdozent Dr. Ludger Joseph Heid ist Historiker, Literaturwissenschaftler und Publizist. Er erklärt in seinem Vortrag in der Synagoge am Polizeipräsidium die Entstehungsbedingungen des politischen Zionismus *) und seine programmatische Ausformulierung durch Theodor Herzls Programmschrift „Der Judenstaat“.

 

In der Nachfolge Herzls stehend, sei es dem späteren israelischen Präsidenten Chaim Weizmann gelungen, so die These des Referenten, die Briten während des Ersten Weltkriegs zu einer weitreichenden prozionistischen Erklärung, der sogenannten Balfour-Deklaration, zu bewegen: Mit dieser Erklärung vom 2. November 1917 erkannte England die zionistischen Forderungen auf das Land Palästina an. Ohne dieses Palästina-Mandat wäre es niemals zum UN-Teilungsplan im Jahr 1947 und auch nicht zur anschließenden Ausrufung des Staates Israel durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948 gekommen. 

 

Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zur Aussprache. Der Eintritt ist frei. 

 

Der Vorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Dr. Mark Gutkin, begrüßt als Kooperationspartner das Publikum und die Vorsitzende der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Gerda E.H. Koch, übernimmt die Moderation. Für die Teilnehmenden an der Studienreise der Gesellschaft nach Israel im Herbst ist diese Veranstaltung interessant als Teil ihrer  inhaltlichen Vorbereitung. Weitere Informationen dazu hält Gerda E.H. Koch auf Anfrage bereit. GK / GH

 

*) Zion steht bekanntermaßen auch für Jerusalem und bezieht damit die jahrhundertelange Sehnsucht des jüdischen Volkes nach Rückkehr in das Land der Väter ein, auch wenn es während aller Jahrhunderte eine jüdische Bevölkerung dort gab.

"Heimat" bleibt ein Ort der Sehnsucht

Das Wort "Heimat" ist ein schillernder Begriff. Er wurde und wird bis heute gerne mißbraucht: für die eigene Abgrenzung und zu politischen Zwecken. Dr. Frank Hoffmann, Intendant der 14. Ruhrfestspiele zum Thema "Heimat" und Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek begaben sich in einem Gottesdienst in der Christuskirche auf eine Spurensuche - und entdeckten Seltsames und Eigenwilliges.
"Heimat" bleibt ein Ort der Sehnsucht

(v.l.) Pfarrer Eugen Soika, Intendant Dr. Frank Hoffmann und Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek (Foto: GH)


RECKLINGHAUSEN - Das Jahr 2018 birgt das doppelte Ende einer Ära: das Ende des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet und das Ende der Intendanz von Dr. Frank Hoffmann (64) nach 14 erfolgreichen Ruhrfestspieljahren. Mit seiner letzten Spielzeit gibt Hoffmann „in Zeiten von AfD und Flüchtlingsströmen“ dem aktuell viel diskutierten, schillernden Begriff ‚Heimat‘ eine Bühne, „um dem Missbrauch des Begriffs durch politische Instrumentalisierung oder für die eigene Abgrenzung etwas entgegenzusetzen“, schreibt er in seinem Grußwort auf der Homepage der Ruhrfestspiele. 

 

Ein guter Zeitpunkt für die Evangelische Altstadt-Kirchengemeinde in Kooperation mit dem Institut für Kirche und Gesellschaft (IKG, Schwerte) und „Glückauf Zukunft“, den Intendanten zu einem „Gottesdienst im Rahmen der Ruhrfestspiele“ einzuladen, so Pfarrer Eugen Soika bei der Begrüßung in der Christuskirche. Hier lag es nahe, das vielschichtige Phänomen nicht nur hinsichtlich eigener Erfahrungen zu reflektieren, sondern auch auf biblischem Hintergrund. 

 

Einen kleinen Teil der vielen verschiedenen Zugangsmöglichkeiten konnten Soika und Hilgendiek anfangs durch eine kleine Befragung der Gottesdienstgemeinde zu ihrer Herkunft und zur Relevanz des Themas „zwischen Pommes Rot-Weiß, dem digitalen Umbau der Arbeitswelt … und 180 Nationen, die hier leben“ öffentlich machen. Der Eintrag ins Poesiealbum einer Gottesdienstbesucherin, in dem Heimat als „der Ort, wo deine Pflichten sind“, beschrieben wurde, fand dabei ebenso Platz wie der eher vage Versuch der digitalen Bibliothek wikipedia mit einer Definition von Heimat als „Beziehung zum Raum“.

 

In einer Art Co-Predigt mit Hilgendiek las Hoffmann aus seinem Grußwort zur laufenden Spielzeit. Darin skizzierte er sein Verständnis des Begriffs: „Und wenn am Ende der Festspiele 2018 auch meine Zeit im Ruhrgebiet zu Ende geht, werde ich sie auch erfahren haben: die verlorene Heimat an der Ruhr als ein Zuhausesein in der Welt, und sie scheint mir – frei nach Bloch – in die Kindheit hinein.“ Eine Hoffnung im Prozess der Geschichte, eine Perspektive, die - im Sinne Blochs - erst noch gewonnen werden muss im nicht aufzulösenden Spannungsverhältnis zwischen Heimat und Fremde.

 

Angesichts des längst begonnenen Kulturwechsels im Revier fragte Hoffmann: „Was bleibt von der Kohlenpott-Romantik? Was bedeutet es für die Ruhrfestspiele, wenn von ihrem Gründungsmythos ‚Kunst für Kohle‘ nur noch die Kunst bleibt?“ In der Debatte darum gehe es um das „Ankommen, Weggehen und Bleiben. Und das neu Gestalten. Erfinden, Öffnen.“

 

In der Beschreibung dieser Such-Bewegung, den darin erkennbaren Egoismen und Sehnsüchten sowie in der Erfahrung von Vertreibung „scheinen Religion und Theater verwandt zu sein“, sagte Hilgendiek. Die Verheißung einer Heimat für die Vielen gebe es seit biblischen Zeiten, erinnerte sie. Der Prophet Micha beispielsweise habe die Sehnsucht nach einem sicheren Wohnen mit Blick auf den Berg Zion formuliert, auf dem Gott die Menschen zusammenruft. Auch Jesus habe eine Fluchtgeschichte gehabt und „keinen Ort, wo er sein Haupt niederlegen“ konnte. 

 

Heimat und die Sehnsucht danach sei immer wieder politisch instrumentalisiert worden, gab Hoffmann zu bedenken. Dem gegenüber entwerfe das Theater „im freien Raum einen Entwurf für ein neues Leben.“ Es versuche, das zu bezeichnen, „was der Menschen Zuhause ist und wo sich die Menschen fremd fühlen, was sie sich erträumen“, sagte er.

 

Die praktische Relevanz und politische Tragweite des Themas zeigte sich insbesondere bei den Fürbitten: „Hilf, dass die politisch Verantwortlichen das Heimatministerium nicht zu Kitsch oder Rückwärtsgewandheit verkommen lassen“, lautete eine. 

 

Mehrere musikalische Brückenschläge zum Thema gelangen Kirchenmusikdirektorin Elke Czernysev während des Gottesdienstes, die zwischen den Wortbeiträgen ihren gewohnten Platz an der Orgel verließ, um am Klavier einige bekannte und zu vielen Gelegenheiten gesungene „Heimatlieder“ zu intonieren und darüber zu improvisieren. Auf diese Art bot sie einen wunderbar verfremdenden Resonanzraum, sich darin der potentiellen Wiederkehr des Immergleichen zu widersetzen und dem Ganzen eine ästhetisch-distanzierende Note zu verleihen. GH

 

 

 


Rundfunk-Gottesdienst mit Präses Annette Kurschus am Pfingstmontag um 10 Uhr in der Erlöserkirche zu Herten

Was bedeutet das christliche Bekenntnis heute? In unserer Zeit, in der Ausgrenzungen, Verurteilungen, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt an der Tagesordnung sind? Christinnen und Christen sind aufgerufen, Stellung zu beziehen und den Blick für den anderen Menschen nicht zu verlieren, wo immer Menschen mehr auf sich selber schauen.
Rundfunk-Gottesdienst mit Präses Annette Kurschus am Pfingstmontag um 10 Uhr in der Erlöserkirche zu Herten

Aus der Erlöserkirche in Herten überträgt WDR 5 am Pfingstmontag einen Radiogottesdienst mit Präses Annette Kurschus.

 

Herten – Am Pfingstmontag, 21. Mai, überträgt WDR 5 um 10 Uhr einen Rundfunkgottesdienst aus der Erlöserkirche in Herten. Thematisch wird es in diesem Gottesdienst um das Bekenntnis gehen. Was heißt es heute, sich zu Jesus Christus zu bekennen und welche Auswirkungen hat das auf unser Leben? Der Gottesdienst will dazu Position beziehen und Menschen ermutigen, sich als Christinnen und Christen in dieser Welt zu erkennen zu geben und zu engagieren. 

 

Die liturgischen Elemente des Gottesdienstes werden von einer ökumenischen Arbeitsgruppe erarbeitet. Musikalisch wird der Gottesdienst von der Hertener Kantorei unter Leitung von Kirchenmusikdirektorin Elke Cernysev gestaltet, die auch die Orgel spielt. Die Predigt in diesem Gottesdienst hält die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die auch stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. 

 

Da jeder Rundfunkgottesdienst eine Präzisionsarbeit ist, wird im Vorfeld jede Minute bis zur Sekunde genau abgesprochen. Das evangelische Rundfunkreferat der drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen begleitet die Aktivitäten und fügt die gottesdienstlichen Stücke so zusammen, dass Gesprochenes und Musikalisches in einem guten Verhältnis stehen. 

 

Wer den Rundfunkgottesdienst in der Erlöserkirche live miterleben möchte, sollte bis 9.45 Uhr in der Erlöserkirche sein.  aw/uka

Einladung zum Pfingstfest - Friedensfest "RE ist bunt" am Pfingstsonntag ab 13 Uhr auf dem Kirchplatz St. Peter

Bunt soll es werden - und ein solidarisches Zeichen der Stadtgesellschaft gegen Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit.
Einladung zum Pfingstfest  - Friedensfest "RE ist bunt" am Pfingstsonntag ab 13 Uhr auf dem Kirchplatz St. Peter

Plakat Pfingstfest - Friedensfest 2018


RECKLINGHAUSEN - Das von Bürgermeister Christoph Tesche einberufene "Bündnis für Toleranz und Zivilcourage" lädt alle, denen das friedliche Miteinander in Stadt und Region am Herzen liegt, am Pfingstsonntag zum Dabeisein, Mitmachen und Mitfeiern ein.

Um 13 Uhr werden die Glocken von St. Peter das Friedensfest einläuten. Danach wird Stadtdechant Jürgen Quante die Versammelten begrüßen und die Aktion als eine öffentlich klare Abgrenzung der Stadtgemeinschaft gegen Rassismus, Antisemitismus und Intoleranz erklären. Bürgermeister Christoph Tesche wird dieses in seiner Rede ausführen.

Mit Lesungen, Gebeten und Musik aus unterschiedlichen Religionen und Kulturen und Aktionen werben die verschiedenen Akteure für ein solidarisches Miteinander auf der Basis der gemeinsamen Werte der Juden, Christen und Muslime und laden zu Begegnung und Gespräch ein. GH

Kirchenmeile auf dem Hügel beim Kulturvolksfest am 1. Mai

Auf dem diesjährigen Kulturvolksfest am 1. Mai am "Hügel" beim Ruhrfestspielhaus zum Start der Ruhrfestspiele präsentierten sich verschiedene seelsorgerliche Dienste und Einrichtungen der Kirchen auf einer kleinen "Kirchenmeile".

RECKLINGHAUSEN - Neben dem Evangelischen Johanneswerk, dem Diakonischen Werk in der Stadt Recklinghausen e.V. und der Pfadfindergruppe an der Gustav-Adolf-Kirche war auch der Evangelische Kirchenkreis Recklinghausen mit verschiedenen Seelsorgediensten und der Öffentlichkeitsarbeit vertreten.

 

Mitarbeitende der Telefonseelsorge mit der Leiterin Pfarrerin Gunhild Vestner (2.v.r.),

der Krankenhausseelsorge und der Notfallseelsorge um die Koordinatoren Pfarrer Ingo Janzen (r.) und Pfarrer Frank Rüter (3.v.l.)

 

und des Ambulanten Hospizdienstes mit (v.l.) Koordinator Pfarrer Ulrich Radke, Friederike Engels und Anne Althoff-Ro

"Klares Ja zum Staat Israel ist nötig - wie ein Verkehrsschild, das man nicht umdrehen kann!"

Marten Marquardt ist einer der wenigen deutschsprachigen evangelischen Theologen, die die christlichen Kirchen immer wieder öffentlich an die dringend notwendige Erneuerung eines klaren Ja zum Staat Israel erinnern. Er tut dies ausdrücklich mit Blick auf die zeitlichen Bedingungen von Geschichte und Politik, die entsprechende Begrenztheit ihrer Aussagen auf Zeit, Raum und Sprache. Er gehörte viele Jahre lang dem Ausschuss "Christen und Juden" der Evangelischen Kirche im Rheinland an und leitete bis zu seinem Ruhestand die Melanchthon-Akademie.
"Klares Ja zum Staat Israel ist nötig - wie ein Verkehrsschild, das man nicht umdrehen kann!"

Marten Marquardt mit Julia Borries (links), Ev. Erwachsenenbildung und Gerda E.H. Koch, evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V.

 

Marquardt ist ein Vertreter der sogenannten „kontextuellen Theologie“. Theologisches Denken ohne diesen Bezug sei „unfruchtbar wie eine taube Nuss“, stellte er eingangs bei seinem Vortrag im Haus des Evangelischen Kirchenkreises klar. Theologische Aussagen über jüdisches Leben heute und über den Staat Israel überhaupt seien nur so zu verantworten und zu reflektieren. 

 

Ausgangspunkt sei von daher zuerst die Selbstanalyse. Mit Hilfe von Fragestellungen wie: „Warum sagst du etwas zu diesem Zeitpunkt und an diesem Ort? Welche absehbaren Konsequenzen erwartest du mit dieser Aussage bei den Adressaten auszulösen?“ würden die Bedingungen von Aussagen wie auch ihre Bedingtheit deutlich.

 

Dies sei aus christlich-theologischer Verantwortung gegenüber dem Zeugnis der Bibel wichtig, nach dem Jesus Jude ist und bleibt und nur auf dem Hintergrund der Hebräischen Bibel verstehbar werde. Es sei auch ethisch unverzichtbar angesichts des 2000jährigen Antijudaismus und insbesondere der unermesslichen Schuld, die die vorangegangene Generation mit der Ermordung von über sechs Millionen Juden auf sich geladen hat, erklärte Marquardt.

 

Ein erstes klares Ja zum Staat Israel aus geschichtlicher Notwendigkeit und theologischer Wahrhaftigkeit habe zuerst die Niederländische Reformierte Kirche im Jahr 1970 formuliert, stellte Marquardt fest. Die Rheinische Kirche sei dieser Linie mit dem „Synodalbeschluss Nr. 37 vom 11. Januar 1978“  gefolgt - "ein Wunder!“, kommentierte Marquardt. Vier Gründe seien dafür genannt worden: „(1) Der Erkenntnis christlicher Mitverantwortung und Schuld an dem Holocaust, der Verfemung, Verfolgung und Ermordung der Juden im Dritten Reich. (2) Neue biblische Einsichten über die bleibende heilgeschichtliche Bedeutung Israels (z.B. Römer 9-11), die im Zusammenhang mit dem Kirchenkampf gewonnen worden sind. (3) Die Einsicht, daß die fortdauernde Existenz des jüdischen Volkes, seine Heimkehr in das Land der Verheißung und auch die Errichtung des Staates Israel Zeichen der Treue Gottes gegenüber seinem Volk sind … (4) Die Bereitschaft von Juden zu Begegnung, gemeinsamem Lernen und Zusammenarbeit trotz des Holocaust.“

 

Die theologische Grundaussage von der Treue Gottes gegenüber seinem jüdischen Volk sei von vorne herein als „eine selbstkritische, auf die Sünde unserer Kirche zielende Spitze“ zu verstehen: „Hier wird Gottes Treue gegen unsere Untreue ins Feld geführt“, so Marquardt. Dies sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer neuen Verhältnisbestimmung von Christen und Juden. Denn der Staat Israel als Zufluchtsort der Überlebenden der Schah sei den christlichen Kirchen in den 50er und 60er Jahren noch „keine Erwähnung wert“ gewesen.  Auch der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) habe noch im Jahr 1956 von der „Errichtung des Israeli-Staates“ gesprochen, um sich damit „von der jüdischen Identifizierung mit der biblischen Geschichte zu distanzieren“. 

 

„Unsere Kirche war in ihren öffentlichen Verlautbarungen bis in die 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts letzten Endes nur mit sich selbst befasst“, resümierte Marquardt kritisch, „der Staat Israel kam damals nicht vor“. Mit kontextlosen Allgemeinformulierungen habe sie versucht, „das Täter-Opfer-Gefälle“ einfach wegzubügeln und das in der Bibel ausdrücklich betonte Gefälle ‚dem Juden zuerst und dann auch dem Griechen‘ (Römer 1,16) schlichtweg zu verleugnen.

 

Mit ihrem grundsätzlichen Ja zum Staat Israel hätten die Niederländer auf zwei besondere Aspekte der Staatlichkeit Israels hingewiesen. Damit seien „keinerlei Aussagen über die gültigen Grenzen des Staates heute gegeben“, was sich auch nicht aus der Bibel begründen ließe. Die Juden würden zudem auch „keinen ererbten Rechtsanspruch auf dieses Land“ erheben, da Israels Ansiedelung darin „von Anfang an auch Verdrängung und Vertreibung anderer Bewohner und also historische und politische Probleme mit sich gebracht“ hätte, erläuterte Marquardt.

 

Jüngere Überlegungen wie beispielsweise die der niederländischen Theologin Fleeseman-van Leer unterschieden deshalb „zwischen der Rückkehr vieler Juden und ‚Gelobte Land‘ als einem Zeichen der Treue Gottes und der heutigen Realität des Staates als einem politisch und völkerrechtlich zu betrachtenden Problem“, führte Marquardt aus.

 

Die politische Entwicklung seit 1980 habe sich deutlich verändert, stellte Marquardt anhand eines kurzen Überblicks über die jüngere Geschichte bis zur Gegenwart fest. Von daher gebe es „weiteren dringenden Klärungsbedarf“ sowie die „Dringlichkeit neuer Stellungnahmen“ zu der Frage des Verhältnisses zwischen Juden und Christen und „ob sich in oder hinter diesen Entwicklungen die Treue Gottes zu seinem Volk Israel noch erkennen lässt“. 

 

„Die Beschäftigung unserer Kirche mit Israel kann niemals abgeschlossen sein, solange der Messias Israels nicht nicht wieder erschienen ist“, sagte Marquardt mit kritischem Blick auf die Tendenz der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), dieses Thema „abzuschließen“. Das bisherige Schweigen der EKD zur rheinischen Erklärung von 1980 sei als Nichtzustimmung zu dem Grundsatz der „Staatengründung als Zeugnis der Treue Gottes“ zu werten. 

 

Die Entwicklung des Themas in der Rheinischen Kirche seit den 80er Jahren bezeichnete Marquardt als tendenziell „abgesetzt und fortgeschlossen“. Zwar sei zunächst ein eigenes Landespfarramt für christlich jüdischen Dialog im Landeskirchenamt (bis 2010: Studienstelle „Christen und Juden“) eingerichtet und am 11. Januar 1996 eine Änderung der Kirchenordnung mit Ergänzung des Grundartikels herbeigeführt worden, der „die gemeinsame, Juden und Christen verbindende eschatologische Hoffnung betont“. Danach aber sei das Landespfarramt aufgelöst und einem Referenten übergegeben worden, der wiederum zum 1. Januar 2011 in das Ökumenereferat eingegliedert wurde. Der Referent sei im letzten Jahr „zum leitenden Dezernenten für Theologie“ mit mannigfaltigen Aufgaben ernannt worden so dass „die Auseinandersetzung mit dem Staat Israel … nun sichtlich keine besondere Dringlichkeit mehr zu haben“ schien.

 

Die heutige Präses der EKD-Synode Irmgard Schwaetzer aber habe die Bedeutung des Themas wieder in Erinnerung gerufen. Auch Präses Manfred Rekowski habe in der jüngsten Arbeitshilfe der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) angesichts der bevorstehenden Israel-Reise der Kirchenleitung mit dem Vorstand des Landesverbandes Nordrhein der jüdischen Gemeinden zum 70-jährigen Bestehen des Staates Israel ein anderes Zeichen gesendet: „Der 70. Jahrestag der Staatsgründung ist auch für uns … ein Grund zur Mitfreude … Als Christinnen und Christen freuen wir uns gemeinsam mit dem Volk Israel an Gottes Treue“. 

 

„Sie fahren zusammen nach Israel. Da wird die Zukunft wieder heller“, kommentierte Marquardt erfreut und erinnerte:  „Zu unserem Bekenntnis zur Treue Gottes gehört der Staat Israel dazu … das ist wie ein Verkehrsschild, das man nicht umdrehen kann.“ Man könne auch nicht Gottesdienst feiern, „ohne dahin zu sehen“. 

 

Das Zeichen der Treue Gottes sei ein „mächtig in die Weltgeschichte hineingestelltes Fragezeichen Gottes“ (Karl Barth) „hinter unserem menschlichen Tun und Lassen und Unterlassen“, sagte Marquardt und ergänzte: „Wir sollten beide Krümmungen des Fragezeichens der Treue Gottes bedenken - zu Israel und zu den Christen. Unumgänglich. Es ist noch gar nichts entschieden … Wir sind darauf angewiesen, dass Er Zeichen setzt und das Ganze  löst.“ GH

Gottesdienst zu den Ruhrfestspielen am Sonntag, 6. Mai um 19 Uhr in der Christuskirche

Im Jahr des Abschieds von der Steinkohleförderung im Ruhrgebiet soll in der Stadt der Ruhrfestspiele mit diesem Gottesdienst in besonderer Weise an das Verhältnis von Kohle und Kultur und Kirche und Kultur in dieser Region erinnert werden. Als besonderen Gast begrüßen Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek und Pfarrer Eugen Soika den Intendanten der Ruhrfestspiele, Dr. Frank Hoffmann, der sich mit dem aktuell strittigen Thema "Heimat" nach 14 Spielzeiten verabschiedet.
Gottesdienst zu den Ruhrfestspielen am Sonntag, 6. Mai um 19 Uhr in der Christuskirche

Intendant Dr. Frank Hoffmann und Landessozialpfarrerin Heike Hilgendieck

 

RECKLINGHAUSEN – Die Ruhrfestspiele sind eines der ältesten Theaterfestivals in Europa. Ihre Ursprünge liegen im Tausch von Kohle und Kultur:

Als den Hamburger Theatern im Winter 1946/47 wegen Kohlemangels die Schließung drohte, fuhren Mitarbeiter ins Ruhrgebiet und konnten auf der Zeche „König Ludwig“ Kohlen laden. Im Sommer darauf führten die Hamburger Künstlerinnen und Künstler, quasi als Gegenleistung, Theaterstücke und Opern in Recklinghausen auf. Das war die Geburtsstunde der Ruhrfestspiele.

Mit Ur- und Erstaufführungen, Fringe- und Kabarett-Festival, Tanztheater und Lesungen setzt dieses internationale Theater-Event Akzente und Maßstäbe und kommentiert gleichzeitig politische Ereignisse. 

Herzliche Einladung zu diesem besonderen Gottesdienst am Sonntag, 6. Mai in der Christuskirche, Limperstraße 13, Recklinghausen und zum anschließenden Beisammensein im Gemeindehaus nebenan! hil

"Wie können wir heute verantwortlich von Israel sprechen?" - Vortrag und Gespräch mit Marten Marquardt im Haus des Kirchenkreises, Limperstraße 15, am Dienstag, 17. April um 19 Uhr

Pfarrer Marten Marquardt gehörte viele Jahre lang dem Ausschuss "Christen und Juden" der Evangelischen Kirche im Rheinland an und leitete die Melanchthon-Akademie. Im 70. Jahr der Existenz des Staates Israel versucht der evangelische Theologe eine vorurteilslose Sichtung des Zusammenwirkens von Geschichte (Schoah), Politik (Naher Osten) und Theologie (evangelisch).
"Wie können wir heute verantwortlich von Israel sprechen?" - Vortrag und Gespräch mit Marten Marquardt im Haus des Kirchenkreises, Limperstraße 15, am Dienstag, 17. April um 19 Uhr

Pfarrer i.R. Marten Marquardt

RECKLINGHAUSEN - Die Errichtung des Staates Israel sei "ein Zeichen der Treue Gottes", so lautete der Beschluss der Rheinischen Landessynde vom 11. Januar 1980. Nach Meinung des damaligen Präses "ein erster Schritt in einem uns allen aufgetragenen Lernprozess".

Dem Rheinischen Synodalbeschluss sind inzwischen die meisten Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit eigenen Erklärungen gefolgt. Und es gibt einen Konsens: die Absage an den Antisemitismus, das Eingeständnis christlicher Mitverantwortung und Schuld am Holocaust beziehungsweise Schoah, die Erkenntnis der unlösbaren Verbindung des christlichen Glaubens mit dem Judentum, die Anerkennung der bleibenden Erwählung Israels und die Bejahung des Staates Israel.

Im 80. Jahr der Existenz des Staates Israel versucht Marquardt eine vorurteilslose Sichtung des Zusammenwirkens von Geschichte (Schoah), Politik (Naher Osten) und Theologie (evangelisch) unter der Fragestellung: "Wie können wir heute verantwortlich von Israel sprechen?" Nach seinem Vortrag ist Gelegenheit zum Gespräch mit dem Publikum.

Die Veranstaltung ist Bestandteil des Rahmenprogramms zur "Woche der Brüderlichkeit 2018" und wird von Gerda E.H. Koch, Evangelische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kreis Recklinghausen e.V. und Julia Borries, Referentin für Evangelische Erwachsenenbildung, verantwortet. GH

 

"Heimat im Revier" - Gottesdienst zu den Ruhrfestspielen in der Christuskirche, Limperstraße 13, am 6. Mai um 10 Uhr

Festspiele sind nicht der Alltag oder die Einfalt. Festspiele sind die hohen Feiertage der Kultur und Kunst. Und sie zeigen die Vielfalt und Kreativität der Kultur und damit der Kunst. In dem Gottesdienst mit Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek und Pfarrer Eugen Soika ist Dr. Frank Hoffmann zu Gast, der sich mit dem Thema "Heimat" für seine 14. Spielzeit als Intendant der Ruhrfestspiele verabschiedet.
"Heimat im Revier" - Gottesdienst zu den Ruhrfestspielen in der Christuskirche, Limperstraße 13, am 6. Mai um 10 Uhr

Intendant Dr. Frank Hoffmann und Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek

RECKLINGHAUSEN - Festspiele sind nicht der Alltag oder die Einfalt. Festspiele sind die hohen Feiertage der Kultur und Kunst. Und sie zeigen die Vielfalt und Kreativität der Kultur und damit der Kunst.
 
In dem Gottesdienst mit Landessozialpfarrerin Heike Hilgendiek und Pfarrer Eugen Soika ist Dr. Frank Hoffmann zu Gast, der sich mit dem aktuellen Thema "Heimat" für seine 14. Spielzeit als Intendant der Ruhrfestspiele verabschiedet.

Die Veranstalter laden nach dem Gottesdienst herzlich ein zum anschließenden Kirch-Café. GH

Ausstellungseröffnung "Haymatloz" in der Hertener Thomaskirche, Langenbochumerstraße 437, am Freitag, 20. April um 18:30 Uhr

Eine Ausstellung zu einem fast vergessenen Kapitel deutsch-türkischer Geschichte: Zwischen 1933 und 1945 emigrierten hunderte deutschsprachige Flüchtlinge, darunter viele Wissenschaftlicher, Politiker und Künstler, in die Türkei. Das hat Auswirkungen bis heute. Pfarrerin Ursula August war bis vor kurzem einige Jahre in der evangelischen Gemeinde in Istanbul tätig. Zur Vernissage wird sie über Hintergründe der Ausstellung berichten und mit den Gästen auch aktuelle deutsch-türkische Themen diskutieren. Am Donnerstag, 26. April um 19 Uhr wird in der Thomaskirche der Dokumentarfilm "Haymatloz" gezeigt. Anschließend ist Gelegenheit, mit der Regisseurin Eren Önsöz ins Gespräch zu kommen.
Ausstellungseröffnung "Haymatloz" in der Hertener Thomaskirche, Langenbochumerstraße 437, am Freitag, 20. April um 18:30 Uhr

Pfarrerin Ursula August und Regisseurin Eren Önsöz

HERTEN – „Haymatloz“ – so lautet der Titel einer Ausstellung in der Thomaskirche der Evangelischen Kirchengemeinde Westerholt-Bertlich, die das Exil von deutschsprachigen Flüchtlingen in der Türkei zwischen 1933 und 1945 beschreibt. Hunderte deutscher Wissenschaftlicher, Politiker und Künstler emigrierten in dieser Zeit auf Einladung der damaligen türkischen Regierung in die Türkei.

 

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 20. April um 18.30 Uhr in der Thomaskirche an der Langenbochumer Straße. An diesem Abend wird Pfarrerin Ursula August zu Gast sein, die viele Jahre in Marl und in der evangelischen Gemeinde in Istanbul/Türkei tätig war, zu Gast sein. Sie wird über die Hintergründe der Ausstellung berichten und auch aktuelle deutsch-türkische Themen diskutieren.

 

Zur Ausstellung wird am Donnerstag, den 26. April um 19 Uhr in der Thomaskirche der Dokumentarfilm „Haymatloz“ der Filmemacherin Eren Önsöz zu sehen sein. Die Regisseurin untersucht mit Hilfe von fünf Personen, die in der Türkei geboren und aufgewachsen sind, dieses vergessene Kapitel deutsch-türkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in die Gegenwart reicht. Nach der Filmvorführung ist Gelegenheit zum Gespräch und Austausch mit Eren Önsöz.

 

Bis Mitte Mai ist die Ausstellung in den Räumen der Thomaskirche zu sehen. Sie ist geöffnet montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr, mittwochs von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags nach den Gottesdiensten. Danach wandert die Ausstellung in die Rosa-Parks-Schule Herten.

 

Die Ausstellung ist eine Kooperation der Evangelischen Kirchengemeinde Westerholt-Bertlich, der Erwachsenenbildung des Ev. Kirchenkreises Recklinghausen, dem „Haus der Kulturen“ und dem Christlich-Islamischen Arbeitskreis (CIAK) in Herten. Ansprechpartnerin ist die Referentin für Erwachsenenbildung, Julia Borries (Tel. 02361 206-503, E-Mail: julia.borries(at)kk-ekvw.de). uka

Gründonnerstag-Abendmahlgottesdienste in Recklinghausen

Am "Gründonnerstag" (29. März 2018) gedenken Christinnen und Christen des letzten Abendmahls Jesu mit seinen 12 Jüngern am Vorabend seiner Kreuzigung (Karfreitag). Im Evangelischen Kirchenkreis werden vielfältige Zugänge zum Thema geboten.
Gründonnerstag-Abendmahlgottesdienste in Recklinghausen

Portal der Christuskirche, Limperstraße 13



RECKLINGHAUSEN - Der biblischen Überlieferung folgend, hat Jesus selbst das letzte Abendmahl einberufen und seinen Ablauf (Liturgie) festgelegt. Aus evangelischer Perspektive sind Abendmahl und Taufe von daher die einzigen zwei Sakramente.

Am Gründonnerstag, 29. März 2018, bieten die meisten evangelischen Kirchengemeinden einen besonderen Abendmahlsgottesdienst am Abend an. Die Altstädter Kirchengemeinde in Recklinghausen-Mitte beispielsweise lädt um 18 Uhr zu einem Tischabendmahlsgottesdienst in ihr Gemeindehaus, Limperstraße 15.

Zu einem frühen Gottesdienst um 9 Uhr lädt die Superintendentin Katrin Göckenjan in die Christuskirche, Limperstr. 13. GH

Betend Brücken bauen: Christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit

Mit einer Gemeinschaftsfeier in der Christuskirche am Vorabend der Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit versicherten sich Christen und Juden ihrer gemeinsamen Wurzeln als Geschwister im Glauben.
Betend Brücken bauen: Christlich-jüdische Gemeinschaftsfeier zur Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit

(v.r.:) Rabbiner Prof. Andreas Nachama, Landeskirchenrat Vicco von Bülow, Superintendentin Katrin Göckenjan und Bischof Felix Genn (verdeckt) am Ausgang der Christuskirche.

 

RECKLINGHAUSEN - In Vertretung von Präses Annette Kurschus erinnerte Landeskirchenrat Vicco von Bülow eingangs an den Paradigmenwechsel im theologischen Verständnis des Verhältnisses zwischen Christen und Juden als „Geschwister im Glauben". Die bleibende Verbundenheit zu Israel sei nicht nur seit 1999 in Artikel 1 der Kirchenordnung festgehalten, sondern spiegle sich auch in der liturgischen und textlichen Neuordnung des Israelsonntags elf Wochen nach Pfingsten, der seit jeher das Verhältnis zwischen Christen und Juden thematisiere. Das Wochenmotto „Angst überwinden – Brücken bauen“ aufnehmend, zitierte er Rabbi Nachman von Bratslav im Sinne des Wunsches für eine gelingende Kontaktaufnahme: „Die ganze Welt ist eine sehr schmale Brücke, und die Hauptsache ist, sich gar nicht zu fürchten.“

Auch wenn es, biblisch gesehen, kein Wort für „Brücke“ gebe, seien Gebete wie Psalm 27 „die biblischen Brücken“, stellte Rabbiner Prof. Andreas Nachama mit Blick auf den diesjährigen Leitspruch fest. Dieser ziele auf den „Abbau der Angst vor Fremden und das Brückenbauen zu ihnen.“ Die Gründer des modernen Europa hätten in diesem Geist und mit dem Blick auf das Ganze gehandelt, bescheinigte Nachama den Genannten. „Angesichts des millionenfachen Mordes an den europäischen Juden von im wesentlich christlich geprägten Deutschen“ sei die Gründung der ersten Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit vor 69 Jahren und die damit „angestrebte Geschwisterlichkeit zwischen Christen und Juden“ eine Utopie gewesen, die inzwischen langsam und auf vielfältige Weise Wirklichkeit werde.

Erinnerung sei ein „Zurückgehen des Herzens“, begann Bischof Felix Genn seine Predigt mit einem Zitat von Papst Franziskus. Dies könnten die Christen von Israel lernen. Erinnerung sei notwendig für die Zukunft, „weil sie uns an die Wurzeln unseres Glaubens und unserer Kultur führt, und weil sie uns hilft, allen Kräften zu wehren, die eine so unsagbare Schandtat wie die Schoah möglich machten“, bekräftigte Genn. Der Jude Jesus sei für ihn „der exemplarische Israelit“, der aus tiefem Zutrauen zu Gott gelebt und gebetet habe.

Die Erinnerung an das, „was unser Volk und viele andere dem jüdischen Volk im Laufe der sich christlich nennenden Geschichte angetan haben“, sei beschämend, sagte Genn. Umso mehr brauche es eben die Woche der Brüderlichkeit und des „Zusammenwirkens derer, die aus diesem Erbe“ schöpften. „Die Erinnerung an den großen Schatz des jüdischen Glaubens hilft uns, die Zukunft aufzubauen, die zum Segen aller werden kann.“

In ihren Fürbitten dankte Superintendentin Katrin Göckenjan „für diese Stunde der Gemeinschaft“. Sie bat um „den Mut, des Vergangenen zu gedenken“, „voneinander zu lernen“ und „den Geist der Geschwisterlichkeit unter uns wachsen“ zu lassen in der Hoffnung, damit „Brücken der Gerechtigkeit und des Friedens bauen“ zu können - und bettete damit die zuvor genannten Perspektiven in einen weltweiten Horizont. GH

Europa ist kein Paradies

9. Kirchliches Filmfestival eröffnete mit dem Flüchtlings-Dokumentarfilm "Eldorado"
Europa ist kein Paradies

Regisseur Markus Imhoof stellte sich nach der Filmvorführung den Fragen seines Publikums im „Cineworld“ Recklinghausen

RECKLINGHAUSEN - Etwa 150.000 Flüchtlinge hat die italienische Marine der Seenotrettungs-Operation „Mare Nostrum“ in den Jahren 2013 und 2014 aus den libyschen Gewässern gezogen und gerettet. Frauen, Kinder, Männer. Die meisten kommen aus Libyen, Syrien, Eritrea und Somalia. Wie viele in den letzten 15 Jahren nicht gerettet werden konnten, darüber gibt es nur Schätzungen: zwischen 25.000 und 80.000. Das Mittelmeer ist zu einem Flüchtlingsgrab geworden. Und ein Ort, an dem sich entscheidet, ob die Europäische Union es schafft, sich ihrer humanen Verantwortung für die vor Krieg, Gewalt und Umweltzerstörung Geflüchteten bewusst zu werden und entsprechend zu handeln.

Der Schweizer Regisseur Markus Imhoof hat in früher Kindheit eigene Erfahrungen zum Thema gemacht: „Ich war vier, als Giovanna zu uns kam“, erzählte der 76-Jährige. Das italienische Flüchtlingskind wurde in seine Familie aufgenommen und von seinen Eltern gesund gepflegt. Für das Mädchen war die Schweiz das Paradies, aus dem es allerdings zeitweise wegen schwieriger politischer Konstellationen fliehen musste. „Sie starb mit 15, das vergißt man nicht“, sagte Imhoof.

Mit seinem Flüchtlingsdokumentarfilm begibt sich Imhoof auf die Spuren Giovannas. Schon die Eingangssequenz aus der Perspektive der Rettungskräfte geht einem unter die Haut, setzt sich im Kopf fest: auf hoher See und schwankendem Untergrund fängt das suchende Kameraobjektiv ein paar dunkle Flächen und Punkte auf hoher See ein. Beim Heranzoomen wird klar, dass es sich um ein Flüchtlingsboot voll mit Menschen handelt, von denen einige bereits über Bord gegangen sind und um ihr Überleben kämpfen.

 „Am gefährlichsten wird es, wenn alle aus dem Boot wollen, denn die meisten können nicht schwimmen“, schilderte Imhoof die Situation beim Andocken. „Ich kann nicht helfen, ich bin zu schwach“, bedauerte der 76jährigen Schweizer Filmemacher. Aber mit der Kamera gelingen ihm Bilder, die im Gedächtnis haften bleiben wie Blei: von Entbehrung und Leid gezeichnete dunkelgraue Gesichter, halbnackte Füße ohne Schuhe, notdürftig behandelte Wunden, kreuz und quer auf dem Schiffsdeck liegende Menschen, umhüllt von goldenen Aluminiumdecken. Für sie sei Europa - wie damals für Giovanna die Schweiz - das Paradies, als sie ihre Heimat verließen, sagte Imhoof.

„Es geht um unsere weiße Sicht. Die Glücklichen verwalten die anderen“, stellte Imhoof klar. Nicht die versteckte Kamera mit den Aufnahmen in Flüchtlingsghettos und bei der Schwarzarbeit und das damit verbundene hohe Risiko im Falle der Entdeckung sei das Problem gewesen. „Das Schwierigste war es, Türen aufzukriegen und die Behördenleiter zum Interview zu bekommen. Wer möchte schon, dass die Leute erfahren, was der Staat mit dem Geld von der Europäischen Union wirklich macht?“

„Auf lange Sicht müssen wir aus dem Kolonialismus und der Sklaverei raus. Es braucht eine Art Marshallplan, zu dem auch Afrika gehört“, forderte Imhoof. Die Europäische Union finanziere Gefängnisse, in denen Frauen vergewaltigt würden - „und niemand will Verantwortung übernehmen“, so der Filmemacher. Die Kirchen hingegen lobte er für ihre klare Positionierung für die Flüchtlinge und die vielfältigen Hilfsangebote und Impulse der vielen ehrenamtlich Tätigen vor Ort.

Für ein engagiertes Miteinander von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft warb Bürgermeister Christoph Tesche bei seinem Grußwort. Der Eröffnungsfilm sei ein eindrücklicher „Appell an die Menschlichkeit“ und Empathie, um die herrschende Hartherzigkeit und den Bürokratismus in ihre Grenzen zu verweisen.

Mit ihrer jeweiligen Botschaft „bauen die Filmschaffenden eine Brücke zwischen dem Medium Film und der Wirklichkeit“, betonte Superintendentin Katrin Göckenjan und verwies auf das Motto der zeitgleich stattfindenden „Woche der Brüderlichkeit beziehungsweise Geschwisterlichkeit“: „Angst überwinden und Brücken bauen“ sei die gemeinsame Aufgabe mit den Filmemachern. „Den Himmel im Blick haben. Die Brücken zwischen Menschen stark machen, darum muß es gehen, in diesen Zeiten ganz besonders!“

Probst Jürgen Quante erinnerte an die Bedeutung von Filmen als Leitmedium für die Bildung und für die Identitätsentwicklung. Weihbischof Dieter Geerlings verwies abschließend auf den unauflöslichen Zusammenhang von Fremdheit, Flucht und Gastfreundschaft, wie er in der Bibel als Feld der Begegnung mit Gott beschrieben werde: „Der Flüchtling ist auch immer der Flüchtling in uns. Der Fremde ist auch immer der Fremde in uns.“GH

Höhepunkt des 9. Kirchlichen Filmfestivals: Preisverleihung für "Camino a La Paz"

"Vertrauen ist das zentrale Thema des Films. Einem anderen Menschen vertrauen, sich selbst vertrauen, auf Gott vertrauen. Der Film nimmt uns an die Hand und führt uns heraus aus der Angst vor allem Fremden und vor der Zukunft. Der Regisseur Francisco Varone erzählt uns eine der schönsten Geschichten, die es zu erzählen gibt", sagte Superintendentin Katrin Göckenjan in ihrem Grußwort in Vertretung für die erkrankte Schirmherrin Annette Kurschus, Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Höhepunkt des 9. Kirchlichen Filmfestivals: Preisverleihung für "Camino a La Paz"

Regisseur Francisco Varone (4.v.r.) und Produzent Gunter Hanfgarn (5.v.l.) mit Superintendentin Katrin Göckenjan (3.v.r.) , Propst Jürgen Quante (rechts) und (v.l.) dem Team von "Kirche und Kino"

RECKLINGHAUSEN – Eine positive Bilanz zogen die Veranstalter zum Abschluss des 9. Kirchlichen Filmfestivals, das am Sonntag in Recklinghausen zu Ende ging. Zwölf Spiel- und Dokumentationsfilme sowie drei Kurzfilme, viele vor dem offiziellen Kinostart, waren an den fünf Tagen im „Cineworld“-Kino in Recklinghausen zu sehen. In diesem Jahr standen politische Filme, die Gemeinsames, aber auch Trennendes in einer globalisierten Welt zeigten, im Mittelpunkt des Festivals.

„Camino a La Paz“ hat den diesjährigen Kirchlichen Filmpreis erhalten. Regisseur Francisco Varone, der extra aus Buenos Aires angereist war und Produzent und Grimme-Preis-Träger Gunter Hanfgarn nahmen das Preisgeld von 2000 Euro und den Olivenbaum als Sinnbild des Friedens gemeinsam entgegen. Der Preis wird im Wechsel von der evangelischen und katholischen Kirche verliehen, in diesem Jahr von der Stiftung „Protestantismus, Bildung und Kultur“ des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Westfalen und Lippe.

In seinem Grußwort hob Propst Jürgen Quante die Bedeutung der Filmarbeit für die Kirchen hervor. Dabei nahm er Bezug auf den aus Recklinghausen stammenden Hape Kerkeling, der Gott einmal mit einem hervorragenden Film verglichen hatte. Die Kirche sei die Projektionsfläche für Gott. Selbst wenn die Vorführung Schwächen hätte, ändere das nichts an der Größe des Films. „Gott ist der Film und die Kirche ist das Kino, in dem der Film läuft“. Kirche und Kino wollen beide etwas bewegen und sich einmischen. „Das Kirchliche Filmfestival hat schon lange ein Gespür dafür“, so Quante. Er lud das Publikum ein, sich anstecken und aufrütteln zu lassen „von dem, was wir zu sehen bekommen.“

Mit dem diesjährigen Preis des Kirchlichen Filmfestivals wurde ein aktueller Film prämiert, der sich mit Menschen im Spannungsfeld von Arbeit, Kultur und Religion auseinander setzt. Der Film handelt von einem älteren Mann und gläubigem Muslim, der mit einem Taxi von Buenos Aires (Argentinien) in das 3000 Kilometer entfernte La Paz (Bolivien) reist. Die lange Reise entwickelt sich zu einem Abenteuer, das die beiden Männer zusammen schweißt. Der Film wird im Juni in den deutschen Kinos an den Start gehen.

In ihrer Laudatio machte Superintendentin Katrin Göckenjan in Vertretung der erkrankten Präses Annette Kurschus Mut zum Vertrauen. „Vertrauen ist das zentrale Thema des Films. Einem anderen Menschen vertrauen, sich selbst vertrauen, auf Gott vertrauen. Der Film nimmt uns an die Hand und führt uns heraus aus der Angst vor allem Fremden und vor der Zukunft.“ Dabei nahm Göckenjan auch Bezug auf die aktuelle politische Situation. „Eine Begegnung von Mensch zu Mensch. Den Himmel im Blick. Ein Weg zum Frieden. Francisco Varone erzählt uns eine der schönsten Geschichten, die es zu erzählen gibt.“

Der diesjährige Kinder- und Jugendfilmpreis ging an den Film „Die Pfefferkörner und der Fluch des Schwarzen Königs“ von Regisseur Christian Theede. Die zwölfjährige Hauptdarstellerin Marleen Quentin und Produzent Holger Ellermann nahmen die Auszeichnung entgegen, die in jedem Jahr von Recklinghausens Bürgermeister Christoph Tesche und Propst Jürgen Quante verliehen wird.

Erstmals in seiner Geschichte ging das Kirchliche Filmfestival mit einem Film in eine Kirche. In der Propsteikirche St. Peter im Herzen der Stadt Recklinghausen wurde Stummfilm-Klassiker „Faust“ aus dem Jahr 1926 von Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau gezeigt. Musikalisch wurde der Film von Regionalkantor Thorsten Maus live an der Orgel begleitet. Zu Ende ging das 9. Kirchliche Filmfestival mit dem neuen Bibelfilm „Maria Magdalena“ des amerikanischen Regisseurs Garth Davis, der die Rolle Marias an der Seite Jesu in den Mittelpunkt stellt. Der Film ist läuft gerade in den deutschen Kinos an.

Veranstalter des Kirchlichen Film-Festivals ist der Arbeitskreis „Kirche & Kino“ des Evangelischen Kirchenkreises und des Katholischen Kreisdekanats Recklinghausen, das sind (Foto v.l. hinten): „Cineworld“-Theaterleiter Kai-Uwe Theveßen, Julia Borries, Referentin für Erwachsenenbildung im Evangelischen Kirchenkreis Recklinghausen, Marc Gutzeit, Geschäftsführer des katholischen Kreisdekanats, Pfarrer Thomas Damm, Schwerte und Joachim van Eickels, katholischer Schulseelsorger. Seit 2002 bringt der ökumenische Arbeitskreis unter der Überschrift „weltenbilder – bilderwelten“ besondere sehenswerte Filme ins Kino und ins Gespräch. Partner des Festivals sind die Stadt Recklinghausen, das „Cineworld“ und das Institut für Kino und Filmkultur e.V. (IKF, Köln/Wiesbaden). Die Schirmherrschaft haben Präses Annette Kurschus (Ev. Kirche von Westfalen), Bischof Felix Genn (Bistum Münster) und Bürgermeister Christoph Tesche (Stadt Recklinghausen). Die künstlerische Leitung liegt bei Horst Walther und Michael M. Kleinschmidt vom IKF.

Im nächsten Jahr feiert das Kirchliche Filmfestival in Recklinghausen mit seiner zehnten Ausgabe ein kleines Jubiläum. Weitere Informationen finden Sie unter www.kirchliches-filmfestival.de. uka